19. Januar 2013, von Cornelia Willi
Solange es gut geht…
… informiere dich weiterhin über deine Partnerin, über deinen Partner
… frag ihn, was dich interessiert
… z.B. was suchst du in einem Freund?
… z.B. was macht dir Angst?
… z.B. was möchtest du bestimmt noch erleben, bevor du stirbst?
… gib zu, wenn du falsch liegst
… schweige, wenn du Recht hast
Wenn ein Konflikt zu eskalieren droht…
… nutze dein Erwachsenen-Ich und trage die Verantwortung für deinen Teil des Konflikts
… komme auf das ursprüngliche Thema zurück (halte dich an den Vertrag)
… frag auch mal, ob du etwas zurücknehmen kannst (Erlaubnis, einen Fehler zu machen)
Was Konflikte effektiv eskalieren lässt…
… Abwertungen (Discounts) der Person, kritische Bemerkungen am Charakter des anderen (nie tust du…, du bist halt immer so…)
… Abwehr oder Gegenangriff, statt Verantwortung zu übernehmen
… sich zurückziehen, Kontakt abbrechen
Notizen und Gedanken zur Methode von John Gottmann, verknüpft mit TA.
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30. Mai 2010, von Cornelia Willi
Fehlende Voraussetzung und unangenehme Folgen
oder: nützliche Tipps für einen Vertrag oder eine Abmachung
Claude Steiner hat vier nützliche Voraussetzungen für einen Vertrag allgemeiner Art beschrieben:
- Es braucht das beiderseitige Einverständnis.
- Es braucht eine angemessene Vergütung.
- Beide Beteiligten müssen kompetent sein.
- Der Vertrag muss ein gesetzlich zulässiges Ziel beinhalten.
Wenn eine Voraussetzung fehlt, kann sich eine berufliche Beziehung wie folgt entwickeln: Eine Kollegin stellte mir ein Papier zur Information zur Verfügung. Ihre Absicht war, mich über den Inhalt in Kenntnis zu setzen. Mir fielen jedoch ein paar formale Unklarheiten auf, die ich ihr zurückmeldete, ohne im Voraus ihr Einverständnis dafür einzuholen. Die erste Voraussetzung war verletzt und wir gerieten in einen unangenehmen Schlagabtausch. In einer Supervision in der TA-Grundausbildung wurde ich mir dieser Gefahr bewusst und konnte sie einordnen.
Oder:
Über lange Jahre habe ich jemanden begleitet, ihm zugehört und unterstützt in seinen persönlichen und beruflichen Schwierigkeiten. Auch er hat in unsere Freundschaft investiert. Mit der Zeit empfand ich jedoch ein stärker werdendes Ungleichgewicht. Es war nicht mehr nur gegenseitige Unterstützung in einer Freundschaft, sondern ich fühlte mich in meinen Beratungsfähigkeiten angesprochen. Anstatt eine „angemessene Vergütung“ zu verhandeln, ging ich über das Gefühl hinweg, bis mir mal der Kragen platzte und wir beide über lange gesammelte Enttäuschungen reden konnten. Das Resultat dieses Gesprächs war ein neuer Vertrag: unsere Freundschaft aufzulösen und uns gegenseitig in Ruhe zu lassen.
Kategorie: Verträge |
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